Wieviele Kalorien hat…?

Wieviel Kalorien hat ein Ei? – Die Kalorienfrage

Wieviel Kalorien hat ein Ei? Wahrscheinlich hat sich schon jeder durchschnittliche Europäer das eine oder andere Mal in seinem Leben für seinen täglichen Kalorienverbrauch interessiert. Es gibt also kaum jemand, der noch nie überlegt hat, ob er zu viele Kalorien zu sich genommen hat bzw. welche Menge an Nahrung verträglich ist, um das Körpergewicht im Rahmen zu halten. Auf den ersten Blick scheint die Sache mit den Kalorien auch nicht besonders kompliziert zu sein, bei genauerer Beschäftigung erweist sich das Thema jedoch komplexer als erwartet. Wie viele Kalorien verbraucht man denn tatsächlich beim Laufen oder beim Stiegen steigen oder beim Anstellen im Supermarkt? Was ist eigentlich der Grundumsatz und wie unterscheidet er sich vom Arbeitsumsatz? Wie viel darf ich zu mir nehmen, wenn ich nicht zunehmen möchte?
Um solche oder ähnliche Fragen halbwegs zufriedenstellend beantworten zu können, bedarf es der Klärung wesentlicher Grundbegriffe aus den Ernährungswissenschaften. Zunächst unterscheidet man dort Grund- und Arbeitsumsatz. Während der Grundumsatz den Kalorienverbrauch meint, den dein Körper im Ruhezustand hat, gibt der Arbeitsumsatz an, wie viele Kalorien du benötigst, um eine bestimmte Arbeit zu erledigen. Der Grundumsatz gibt also die Energie an, die du täglich verbrauchen würdest, wenn du dich gar nicht bewegst. Der Kalorienumsatz im Ruhezustand hängt übrigens stark vom Alter, vom Geschlecht, von der Körpergröße und vom Körpergewicht einer Person ab.
Der Arbeitsumsatz dagegen ist der Kalorienverbrauch, den dein Körper benötigt, wenn du deiner täglichen Arbeit nachgehst. Er hängt prinzipiell vom Grundumsatz, von der Art der ausgeübten Tätigkeit, dem Trainingszustand und dem Körperbau ab. Geht es ums Abnehmen bzw. Gewicht halten, musst du verständlicherweise darauf achten, den Grundumsatz möglichst hoch zu halten. Das gelingt dir am besten mit einem sinnvollen Muskelaufbau, denn mehr Muskeln verbrauchen auch im Ruhezustand mehr Energie. Untersuchungen zeigen, dass bereits ein geringer Muskelzuwachs um bis zu 15% mehr Energieverbrauch zur Folge hat, ohne dass man sich dafür bewegen muss. Dazu kommt, dass natürlich bei Bewegung der Kalorienverbrauch ebenfalls ansteigt, je größer die Muskelmasse ist. In dem Fall spricht man allerdings schon vom so genannten Leistungsumsatz.
Den Leistungsumsatz, also jener Kalorienbedarf, der durch körperliche oder aber auch geistige Anstrengung verursacht wird, kannst du erhöhen, indem du dich mehr bewegst als bisher. Entscheidend ist freilich die Art und Weise der Bewegung. Nicht jede Tätigkeit verbrennt gleich viele Kalorien. Um den Leistungsumsatz annähernd zu bestimmen kannst du entweder Tabellen zu Rate ziehen oder die etwas einfachere Methode der Schätzung wählen. Am besten du orientierst dich an der Muskelmasse, die an einer Bewegung beteiligt ist. So ist beispielsweise beim Skilanglaufen mehr Muskulatur beteiligt als beim Anstellen im Supermarkt oder einer durchschnittlichen Büroarbeit.
Hast du deinen Gesamtbedarf an Kalorien errechnet, brauchst du noch die möglichst genaue Anzahl der Kalorien, die du täglich zuführst. Dazu ist es vorteilhaft, sich eine Kalorientabelle anzuschaffen. Den verbrauchten Kalorien stellst du die zugeführten gegenüber und schon wird dir klar werden, warum du nicht abnimmst bzw. zunimmst. Deine Energiebilanz muss negativ sein, wenn du ein paar Kilogramm Körpergewicht verlieren möchtest. Alles andere ist sinnlos.
Du brauchst für den Anfang nicht jede Kalorie penibel verzeichnen oder alles was du zu dir nimmst vorher zu wiegen, wichtig ist vor allem, dass du ein Gefühl für den Nährwert von Lebensmitteln und für den Kalorienverbrauch bei bestimmten Tätigkeiten entwickelst. Bald wirst du auch keine Tabelle mehr brauchen und etwas später sogar keine Kalorien mehr zählen müssen, weil du ein Feingefühl für deinen Körper entwickelt hast, das es dir ermöglicht, sein Gewicht dort zu halten, wo du es wünscht.